Sei Still!

Es ist März, so langsam kommt der Frühling – wie jedes Jahr. Wir rechnen fest damit, dass es so wird wie jedes Jahr. Der Ablauf wird vermutlich so sein wie immer. Die Blumen gehen auf, die Vögel kommen wieder, das neue Leben, welches der Frühling mit sich bringt, wirkt dem Trübsal des Winters entgegen.

Die Natur erhebt sich wieder aus ihrem Winterschlaf und tut das, was sie am besten kann und wofür sie geschaffen wurde: sie wächst, gedeiht und bringt Frucht.

Je länger ich beim Schreiben über dieses „normale“ Ereignis nachdenke,desto mehr Ehrfurcht ergreift mich über dieses phänomenale Schauspiel, dem ich als Mensch dankend ausgesetzt bin. Was wäre, wenn es mal nicht so wäre? Was hat sich Gott dabei gedacht, als er den Frühling schuf? Ich muss schmunzeln, da ich merke, dass ich beim Nachdenken wieder über ein großes Geheimnis Gottes gestoßen bin.

Die Möglichkeit der künstlerischen Interpretationen des Frühlings ist wohl grenzenlos. Die Gedichte und Schriften über die Schönheit des Frühlings sind nicht mehr zu zählen. Und genau diese Schönheit der Schöpfung ist es, die Evolutionstheoretiker auch noch heute vor ein unlösbares Rätsel stellt.

Schönheit ist nicht logisch, Schönheit ist überflüssig und anscheinend nutzlos. Doch wenn wir der Schönheit nachfühlen, merken wir doch, dass etwas in uns darauf anspricht, sodass wir uns freuen, staunen, aufatmen und die Schönheit genießen.

Und das alles, obwohl wir dafür keine Minute gearbeitet haben.

Das Leben verbirgt, bei all den Herausforderungen, vor denen wir als Menschen in einer gefallen Welt stehen, auch eine Fülle der Schönheit. Eine Schönheit, für die wir nichts geleistet haben, eine Schönheit, die uns als Teil der Schöpfung mit einbezieht.

Gott hat die Schöpfung zu einem guten Ende gebracht. Doch nicht nur zu einem guten Ende, sondern ebenso zu einem Schönen – auch wenn diese Schönheit durch den Sündenfall angefochten wird.

Trotzdem, oder besser gesagt, genau deshalb bete ich, dass wir im kommenden Monat,  im Anbruch des Frühlings, immer wieder Momente finden, um die Schönheit der Schöpfung zu genießen.

Und ich bete, dass dieser Genuss uns zum Lobpreis und zur Anbetung Gottes überleitet.

In Psalm 46, Vers 11 lesen wir:

Sei still, und erkennt, dass ich Gott bin; ich werde erhöht sein unter den Nationen, erhöht auf der Erde!

Für mich ist die Schönheit der Schöpfung ein Grund mehr, Gott zu loben. Es ist jedoch sehr wichtig, dass wir vorher einmal „ablassen“ von allem, was uns treibt und beschäftigt, um zu erkennen, dass ER Gott ist.

Wenn du möchtest, kannst du noch das folgende Gebet für dich selbst in deiner stillen Zeit beten:

Vater, ich danke Dir, dass Deine Werke voller Schönheit sind und dass Du mich schön geschaffen hast! Lass mich erkennen, wie Du mich siehst, und dass die Schönheit, die Du in die Welt gelegt hast, auch in mir selbst zu entdecken ist, auch wenn ich es oft nicht glaube. Gib mir einen neuen Blick für Deine Schönheit, und lass mich die Ruhe im Alltag finden, um zu erkennen das DU Gott bist und Dir alle Ehre gebührt. Vor allem in dieser wertvollen Frühlingszeit. Dir sei Lob, Ehre und Anbetung.

Halleluja! Amen.

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