Zum Palmsonntag – Jesus bringt Veränderung

Es ist Palmsonntag.

An Palmsonntag gedenken wir dem feierlichen Einzug Jesu nach Jerusalem. Ich beziehe mich auf den Bericht von Matthäus, auf das Matthäusevangelium – genauer gesagt auf Matthäus 21, 1-11.

Jesus kommt nach Jerusalem, erfüllt durch seinen Einzug auf einem Esel das prophetische Wort, das Sacharja ca.500 Jahre davor prophezeite und stellt dadurch den Messiasanspruch (Sacharja 9, 9): „Hier bin ich, der Messias!“

Das alles zu einer Zeit, in der Tausende von Menschen in Jerusalem aufgrund des Passahfestes waren. Dass dies weniger ein gemütlicher Einzug, als vielmehr eine provokante und aufsehenerregende Situation wurde, sehen wir in Matthäus 21, 10. Dort heißt es:

Und als er in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt […].

Dass Jesus einzieht, wird in vielen Predigten erwähnt. Es gibt ausgezeichnete Predigten von Kollegen, die all die vielen wertvollen Einzelheiten des Textes auslegen, auf die ich in diesem Beitrag weniger eingehen werde.

Ich will mich vielmehr mit einer anderen Sache beschäftigen. Und zwar damit, dass Jesus als erstes den Tempel reinigte, nachdem er feierlich eingezogen war (nachzulesen in Matthäus 21, 12-16).

Warum räumt Jesus nach seinem Einzug erstmal im Tempel auf?

Jesus jagt die Händler aus dem Tempel

12 Dann ging Jesus in den Tempel, jagte alle Händler und Käufer hinaus, stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenverkäufer um
13 und rief ihnen zu: »Ihr wisst doch, was Gott in der Heiligen Schrift sagt: ›Mein Haus soll ein Ort des Gebets sein‹,2 ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus!«
14 Noch während Jesus im Tempel war, kamen Blinde und Gelähmte zu ihm, und er heilte sie.
15 Als die obersten Priester und die Schriftgelehrten seine Wundertaten sahen und die Kinder bemerkten, die auch noch im Tempel riefen: »Gelobt sei der Sohn Davids!«, wurden sie wütend
16 und fragten Jesus: »Hörst du eigentlich, was die Kinder da schreien?« »Ja, ich höre es«, antwortete Jesus. »Habt ihr denn nie gelesen: ›Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge lässt du dein Lob erklingen‹3
17 Damit ließ er sie stehen und ging aus der Stadt nach Betanien, um dort zu übernachten.

 

Ganz offensichtlich war der Tempel zu diesem Zeitpunkt in einem Zustand, der Jesus wütend gemacht hat. Weshalb sonst sollte Jesus dort „säubern“?

Wichtig ist mir, dass Jesus den Tempel von innen heraus säubert. Er stellt sich nicht außen hin und macht Randale, nein! Er wirkt von innen nach außen! Aber weshalb tut er das? Alles was wir wissen ist, dass Jesus den Tempel wieder zu einem „Bethaus“ machen will.

In Vers 13/14 lesen wir: „Es steht geschrieben (Jesaja 56, 7): »Mein Haus soll ein Bethaus heißen; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus«. Und es kamen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel, und er heilte sie“.

Hat Jesus ein grundsätzliches Interesse daran,
Dinge wieder in einen gottgewollten Zustand zu bringen?

Jesus kommt nicht nach Jerusalem und lässt sich feiern, sondern er räumt auf! Er räumt im Tempel auf und in den Leben der Blinden und Lahmen, die er von dem Zustand „krank“, der nicht im Willen Gottes ist (Jesus wirkt nicht wider den Willen des Vaters) in den Zustand „heil“ verändert. Ich sage nicht, dass Krankheit von Gott nicht genutzt werden kann. Aber Krankheit kommt nicht von Gott! Denn Jesus hat großes Interesse daran, Dinge wieder in einen gottgewollten, heilen Zustand zu bringen! Er kam auf diese Welt, um den Zustand der Welt zu verändern!

Diese Veränderung wirkt sich auf Dinge aus wie:

Situationen – Umstände – Charakter – Regionen – Uns!

„Jesus will uns von innen heraus – durch den Heiligen Geist – zu den Menschen machen, die wir wirklich sind, um der Welt zu zeigen wer er wirklich ist.

Wenn wir ein Leben mit Jesus beginnen, wenn er in unser Leben einzieht, dann sind wir erlöst, heilig und vieles mehr. Aber das ist alles erst der Anfang!

Jesus will uns nicht nur erlösen, er will uns verändern!

Wenn wir mit Jesus leben, dann müssen wir uns auf Veränderung einstellen. Auf eine positive Veränderung! Jesus kommt in unser Leben, schenkt uns Freiheit, Zugang zu Gott und ewiges Leben – und will uns verändern!

Liebe ist unsere Motivation,
der Heilige Geist die Kraft,
Veränderung das Ziel.

Die Frage ist nur, wollen wir das? Wollen wir durch den Heiligen Geist verändert werden? Wenn wir verändert sind, wird die Welt diese Veränderung wahrnehmen! Sie wird von dieser Veränderung angezogen werden, weil wir ein Abbild davon sind, was Gott auf dieser Erde tun will! Ich sage nicht, dass wir trotz der Veränderung keine Fehler mehr machen werden, aber ich denke, dass wir mit Gottes Hilfe und einer inneren Transformation, ein Leben führen können, an dem die Welt erkennt, dass es einen Vater im Himmel gibt, der sie liebt.

Die Transformation der Welt durch uns ist ein Teil des „Reich Gottes“. Wir verändern durch die Kraft des Heiligen Geistes die Welt, damit die Welt das Reich Gottes und Gott selbst erkennt.

Wenn du willst kannst du folgendes Gebet sprechen:

Jesus, ich will dich einladen, mich durch die Kraft des Heiligen Geistes zu dem zu machen, der ich in deinen Augen bin – um der Welt zu zeigen wer du bist! Ich weiß nicht, wie du das machen wirst, aber ich wünsche mir, dass du es tust. Ich will dein Reich auf dieser Erde mit deiner Hilfe bauen. Dein Reich komme!

Amen

Gottes Segen! Euer Jonas Reinöhl

Blogbeitrag zur Predigt 09.04.2017 in der EFG-Kirchheim Teck 

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