Meine Reise durch den Psalm 23 Vers 4a

Psalm 23
4 Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir;…

Auch wenn!

David schreibt nicht: „Herr behüte mich vor dem Tal des Todesschattens“. Er ist sich bewusst, dass es Zeiten im Leben geben kann, in denen wir im Tal des Todesschattens sind.

David schreibt das, obwohl er kurz vorher erwähnt, dass ihm „nichts mangeln wird“. David zeigt die Spannung auf, in der wir uns im Leben oft befinden. Auf der einen Seite erleben wir Gottes Segen und seine Versorgung, und auf der anderen Seite gibt es Situationen, in denen es scheint, als hätte Gott uns vergessen. Möglicherweise befindet sich David auch in dem Moment, als er diesen Psalm schreibt, in solch einer Situation. Auffallend ist jedoch, dass David nicht in Panik ausbricht oder an Gott zweifelt, sondern sich positioniert und ausrichtet.

David ist sich bewusst, dass es schwere Zeiten gibt, aber…

…David verzweifelt nicht, sondern richtet sich aus!

[Todesschattens] Im Urtext: „Finsternis“, „Stockfinsternis“, „Todesschatten“ aus „Schatten“ und „Tod“, „Der Schatten, den der Tod wirft“. Es beschreibt eine undurchdringliche Finsternis, in der Gott aber auch schützen kann, und in die der Messias Licht bringt.

Dieses „Dunkle Tal“ hat es also wirklich in sich. Es ist keine kleine Unannehmlichkeit, sondern eine Sache, die einem wirklich Angst machen kann. Es geht an die Existenz. David macht sich jedoch bewusst, dass er in diesem Tal nicht alleine ist und Gott auf seiner Seite steht.

 

…fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir;…

David geht nicht davon aus, dass es Gottes Wille ist, dass er eine Menge Leid ertragen muss und im Tal campieren soll. Er schreibt nicht: „Herr ich werde als dein treuer Diener dieses Elend tragen, weil du es so willst. Ich nehme mein Kreuz auf mich und leide, weil ich leiden soll…“. David geht nicht davon aus, das Gott dunkle Täler schickt, sondern er weiß, dass er einen guten Gott hat, der ihn versorgt und es gut mit Ihm meint. Die Situation, in der er steckt, passt nicht zu dem, wie er Gott kennt.

David kennt Gott als Problemlöser, nicht als Problem-Verursacher.

David sieht deshalb selbst in dieser Extremsituation keinen Grund sieht sich zu fürchten.

David gibt der Angst bewusst eine Abfuhr, weil sein Gottesbild es zulässt.

David stellt sich auch nicht die Frage „Herr, WARUM muss ich durch dieses Tal??“ David lässt sich nicht von dem Problem verunsichern, sondern konzentriert sich auf die Lösung.

David fokussiert sich nicht auf das Problem, sondern auf die Lösung. Und die Lösung für David ist einfach: „Denn Du bist bei mir.“ 

Wenn wir jedoch Angst vor Gott haben, können wir in dunklen Zeiten keinen Frieden bei Gott finden. Oft ist die Unruhe und die Angst vor schlechten Zeiten gerade für uns Christen so schwer, weil unser Gottesbild den Satz: „…fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir;…“ nicht wahrhaftig zulässt.

Manchmal denken wir heimlich: „Hoffentlich schickt mir Gott nicht noch ein Unheil.“, oder „Was hat sich der da oben denn jetzt wieder dabei gedacht.“.

Wenn wir so denken können wir im Tal der Todesschatten keinen kühlen Kopf bewahren, sondern sind auf dem besten Weg auch noch unseren Glauben dabei zu verlieren.

Unser Gottesbild entscheidet, ob wir in Zeiten des Leides Frieden oder Verzweiflung bei Gott finden.

Ich habe auf Basis des geschriebenen den Vers folgendermaßen frei als Gebet übersetzt:

Vater, in den schweren Stunden meines Lebens will ich, statt zu verzweifeln, in deiner Nähe Frieden suchen. Es gibt keinen Grund mich zu fürchten, Du bist doch da! Hilf mir, mich auszurichten. 
Ich weiß, dass du ein Gott bist, der es gut mit mir meint. Du hast deinen Sohn für mich gegeben und Du liebst mich. Die schlechten Situationen, in denen ich mich in meinem Leben befinde, entsprechen nicht deinem Willen. Du bist in diesem Tal bei mir, und am Ende werden wir dieses Tal zusammen durchquert haben. 
Ich freue mich an deiner Güte. Danke für deinen Segen, die Kraft und den Mut, den ich nun brauche.

Ich preise Dich!

In Jesu Namen

Amen

 

Gottes Segen

Euer Jonas

 

 

 

 

 

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