Meine Reise durch den Psalm 23 Vers 5a

Psalm 23 

5a Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde. 

Diese Stelle habe ich oft überlesen oder unbewusst übersprungen, weil ich nicht wirklich etwas damit anfangen konnte. Weshalb deckt Gott einen Tisch? Und warum im „Angesicht“ meiner Feinde?

Bei näherer Betrachtung hat mich die Tiefe dieses Textes sehr bewegt!

Du…

Schon einen Vers zuvor kommt David vom Meditieren oder Nachsinnen darüber, wie Gott ist, hin zur persönlichen Anrede und spricht direkt zu Gott. David führt das hier fort.

Manchmal müssen wir uns – wie David – wieder bewusst machen, wie Gott ist, was er für uns getan hat und welche Eigenschaften in Ihm sind. Ist uns das wieder neu bewusst, können wir uns mit einem freien und echten Herzen zu Ihm wenden.

Manchmal blockiert uns ein falsches Gottesbild oder eine Lüge, die wir über Gott denken.

David muss in diesem Psalm auch erst einige wahre Dinge aussprechen, um wieder in einen „Modus“ zu kommen, der ihn in die „Wahrheit“ vor Gott bringt.

Gerade wenn wir mit Problemen konfrontiert werden, ist es wichtig, in die Wahrheit vor Gott zu kommen.

Du bereitest vor mir einen Tisch…

Das Wort „bereiten“ bedeutet das Vorbereiten eines Festessens.

In einer Kultur, in der es üblich war, dass Menschen den Göttern Opfergaben vorbereiteten und herrichteten, ist dieses Zeichen, dass Gott uns ein Festessen zubereitet, enorm tief und liebevoll.

Gott kommt uns nicht nur entgegen, erduldet oder erträgt uns, er bereitet uns ein Festessen vor! Gott ist ein Gott der Begegnung!

Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde.

Stop! Was machen denn bitte die Feinde in Sichtweite des Tisches, den Gott für mich gedeckt hat? Wieso schickt Gott die Feinde nicht weg, bringt sie um oder löst die Feinde auf übernatürlichem Wege einfach auf? Warum löst Gott nicht das Problem?

Die Antwort: Ich weiß es nicht. Es gibt viele Theorien, aber keine klare Antwort. Auf die Frage: „Warum begegnet mir Leid und warum nimmt Gott es nicht einfach weg?“ bekommen wir in diesem Leben keine Antwort. Punkt.

Aber wird Leid besser oder leichter zu ertragen, wenn wir verstehen, warum es existiert?

Das Wichtige ist doch, dass wir wissen, wie wir damit umgehen sollen, oder? Und der Vers zeigt uns, dass Gott uns in schweren Zeiten nicht alleine lässt und mit uns die Probleme angehen will, auch wenn das nicht die einfachste Lösung ist und wir in Verantwortung genommen werden.

Der Wunsch, dass Gott, sobald wir ein Problem haben, dieses Problem lösen soll, ist ein wichtiger Wunsch. Dieser Wunsch offenbart folgende Wahrheit: Leid ist schlecht und wir Menschen wurden nicht für Leid geschaffen.

Aber leider hinkt dieser Wunsch, denn diese Welt ist gefallen und deshalb voll mit Elend, Sünde, Leid und Problemen.

Feinde, Leiden und Probleme sind normal. Diese Welt ist kaputt, auch wenn wir immer wieder versuchen, das zu verdrängen oder es nicht wahrhaben wollen, weil es weh tut.

Und wenn wir dann mit Leid und Problemen konfrontiert werden, dann suchen wir einen Verantwortlichen, dem wir das Problem übergeben können und der es zu lösen hat. Und da Gott ja die Welt geschaffen hat, soll er sich bitte persönlich um die Probleme kümmern.

Aber leider funktioniert die Welt nicht so.

Und  „Konsument des Guten“ ist nicht unsere einzige „Aufgabenbeschreibung“ auf dieser Welt.

Wir sind dazu berufen, zu herrschen und mit und durch seine Kraft diese Welt zu verbessern.

So wie Gott Adam den Auftrag gab, auf und an der Erde zu arbeiten, sie zu beschützen und zu bewahren, sind wir dazu berufen, den Problemen dieser Welt mit Gottes Kraft aktiv entgegenzuwirken.

Gott bereitet uns einen Tisch, Er begegnet uns im Leid und in den Herausforderungen. Er stellt uns Ressourcen zur Verfügung, er schenkt uns Trost, Frieden und die Kraft seines Heiligen Geistes.

Wenn wir es schaffen, Gott trotz schwerer Situationen zu vertrauen, existiert die Möglichkeit, ihn tiefer zu erleben als jemals zuvor. Schaffen wir es nicht, ist die Gefahr sehr groß, dass sich Lügen über Gott einnisten und wir den Halt in unserem Glauben oder den Glauben selbst verlieren.

Es ist Gott, der uns auf dem Weg bis zum nächsten Sieg hilft. Wir müssen uns besinnen, bei Ihm auftanken und mutig in seiner Kraft weitergehen!

So hart, unsinnig, unfair, schwer und unmöglich das manchmal auch zu sein scheint…

PS: Ich bin mir der Härte des Themas bewusst und will darauf hinweisen, dass der seelsorgerliche Aspekt vermutlich sehr gering ist. Ich bete, dass, wenn Du Dich in einer schweren Situation befindest, Gott Dir begegnen kann und Du Dir bewusst machen kannst wie ER wirklich ist und dadurch Hilfe erfährst… 

Gott segne Euch mit seinem Frieden, Schutz und Trost.

 

 

 

 

 

 

Euer Jonas Reinöhl

 


 

Meine Reise durch den Psalm 23 Vers 4b

Psalm 23
4 … dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.

Trost brauchen wir nicht in Zeiten der Freude. Trost brauchen wir in Zeiten der Trauer.

Nur wer trauert, kann getröstet werden.

David erfährt den Trost Gottes durch eine für uns sehr ungewöhnliche Art und Weise. David beschreibt Trost durch seinen Stecken und Stab.

Aber wie bitte kann denn ein Stecken und Stab trösten?

Dazu gibt es unterschiedliche Theorien:

Dein Stecken…

Der Stecken war ein kurzer, sehr harter Stock, der als Waffe diente.

Mit diesem Stecken stellte sich der Hirte gegen wilde Tiere oder Räuber, die eine Gefahr für die Herde waren.

Stell dir folgendes Szenario vor: Du bist ca. einen halben Tag von deinem Zuhause entfernt und streifst mit deiner Herde durch die fruchtbaren Gegenden. Plötzlich entsteht Unruhe und Panik in deiner Herde, weil sich ein hungriger Berglöwe deiner Herde nähert. Alles Schreien und Brüllen, um den Löwen zu verscheuchen, bringt nichts und du musst dich dem Tier zum Kampf stellen.

Du nimmst deinen Stecken in die Hand, mit dem du dann dem Raubtier – nachdem es dich mit fletschenden Zähnen anfällt – mit einem harten Hieb den Schädel zertrümmerst.

Dafür war der Stecken da.

…und dein Stab…

Der Hirtenstab galt früher als Herrschaftssymbol. Könige und Pharaonen drückten mit dem Hirtenstab ihre Machtposition aus. Sie waren diejenigen, die führten und die Richtung angaben.

Ich bin der Meinung, dass David in den Hirtenstab nicht sehr viel Herrschaftssymbolik gesetzt hat. Er selbst war Hirte und ich denke, dass David ein guter Hirte war, dem seine Schafe wichtig waren. Aus seiner Sicht war der Stecken vermutlich weniger ein Symbol für Herrschaft, sondern viel mehr ein Werkzeug, um den Tieren die Richtung zu geben, wenn sie aus Furcht wieder irgendwo hinrennen, wo es nicht gut für sie ist. Ein Hirte schlägt mit diesem Stab seine Tiere auch nicht tot. Er führt Sie zwar klar und deutlich, aber trotzdem liebevoll in eine Richtung.

Hier müssen wir doch deutlich festhalten, dass Gott keine Krankheit oder Leid schickt, um uns von Dingen abzuhalten. Er kann uns im Leid begegnen, aber ich bin absolut nicht für das Bild des strafenden Hirtens.

Wenn uns Gott mit seinem Stab zur Umkehr führt, dann aus Liebe. Er führt uns zur Umkehr – hin zum Leben und weg vom Verderben.

…sie trösten mich.

Das Gott ein Gott ist, der wie ein Hirte nach der Herde schaut, wird im Neuen Testament auch aufgegriffen. Jesus sagt von sich selbst, dass er der gute Hirte ist. Wenn der Schöpfer der Erde sich selbst als guten Hirten vorstellt, dann kann uns das schon zum Trost werden, weil wir in letzter Konsequenz wissen dürfen, dass Gott es gut meint. Auch wenn wir im Moment in einer komischen Lebenssituation sind, die uns verwirrt und Angst macht, wissen wir, dass Gott als guter Hirte eingreifen wird, indem er uns Richtung gibt und gleichzeitig für uns kämpft!

Ein anderer Aspekt des Trostes bezieht sich auf eine Gewohnheit unter den Hirten in der damalige Kultur.

Es war anscheinend üblich, den Stab und den Stecken mit Schnitzereien zu verzieren. Wenn der Hirte beispielsweise einen Löwen erschlagen hatte, hat er dies im Nachgang in seinen Stecken geschnitzt und voller Stolz davon erzählt. Auch andere Erlebnisse wie die Rettung eines verlorenen Schafes oder ähnliches könnte sich auf dem Stab als kunstvolle Verzierung wiederfinden.

Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Geschichten immer wieder abends am Lagerfeuer mit den anderen Hirten geteilt wurden. Jeder erzählte dann voller Stolz von den großen Taten, die er für die Nachwelt in seinem Stab künstlerisch festgehalten hatte.

Bill Johnson mahlte dieses Bild aus, indem er sagte: „Stellt euch vor, ihr steht als Schaf auf der Weide und der gute Hirte lehnt sich auf den prachtvoll verzierten Stab voller Zeugnisse der Wunder Gottes.“

Wenn wir uns an die guten Dinge und Wunder erinnern, die wir mit Gott erlebt haben und die Gott in unserem Leben schon getan hat, wird unser Herz mit Trost erfüllt.

Gott hat schon so viel Gutes getan! Er kämpfte für uns! Er führte uns! Er hat uns so viel Gutes geschenkt! Und er bleibt derselbe – damals, heute und in Ewigkeit. Er wird uns wieder Gutes tun, weil er nicht anders kann!

Seid gesegnet. Euer Jonas

 

 

 

 


 

Die verborgene Kraft von Weihnachten

Für mich persönlich ist Adventszeit ja eine stressige Zeit.

Das spüre ich jedes Jahr aufs Neue.

Egal ob Geschenke-, Planungs-, Verkehrs-, Jahresabschluss- oder Familienstress – Weihnachten und die Zeit davor sind anstrengend.

Und deshalb wundert es mich nicht, weshalb manche Menschen auch froh darüber sind, wenn diese Zeit wieder vorbei ist.

Und neben den ganzen stressigen Dingen wird man noch von der Industrie mit blinkenden und knallrotfarbigen, mehr oder weniger marketingtauglichen Weihnachtsplakaten überschüttet, die einem sagen wollen, dass es unbedingt ganz wichtig ist, dass man durch den Kauf dieser Dinge das Fest der Liebe und der Familie oder das Fest des Weihnachtsmannes ganz toll verbringt.

Und so findet man sich dann völlig überladen in der Vorweihnachtszeit oder dem Advent wieder.

Aber worum geht es denn im Advent?

Eigentlich geht es darum, dass man aktiv auf Weihnachten wartet und sich mental darauf vorbereitet.

Aber worum geht es denn an Weihnachten?

An Weihnachten feiern wir die Geburt von Jesus Christus, die unter anderem von dem Prophet Jesaja ca. 700 Jahre vorher prophezeit wurde.

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.“ Jesaja 9,5

So ähnlich klingt auch der Text, den die Engel den Hirten bei der Geburt Jesu verkünden:

„Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“

Es geht um die Geburt von Christus. Aber wer ist Christus? Was bedeutet Christus?

Christus ist die griechische Übersetzung von „hammasiah“, was Messias oder der Gesalbte bedeutet. Der Gesalbte ist auch eine Bezeichnung für König oder Herrscher.

In den Büchern der Propheten in der Bibel gibt es immer wieder die Verheißung auf einen König, der ein Königreich aufrichten wird, das Gerechtigkeit und Schutz auf diese Erde bringen wird. Dieses Königreich soll den ursprünglichen guten Zustand, den sich Gott für die Menschen gedacht hat, wiederherstellen. Der Garten Eden wird als Zustand über der Welt neu entfaltet. Dort wird es kein Leid und keinen Tod mehr geben.

Und Jesus Christus, dessen Geburt wir an Weihnachten feiern, war derjenige, der mit der Aufrichtung dieses Reiches begonnen hat.

Durch unseren Glauben an ihn, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung können wir zu Gott „Vater“ sagen und neu in eine Beziehung mit Gott treten. Durch Jesus können wir Gottes Kinder sein und als seine Kinder bauen wir aktiv in unserem Umfeld an seinem guten Reich weiter, bis Jesus wiederkommt. Das können wir durch seinen Geist und auch nur Stück für Stück. Aber wir glauben daran, dass Jesus wiederkommt und das Reich Gottes vollkommen herstellen wird.

Die Geburt Jesu sorgte vor ca. 2018 Jahren für große Freude, die im Lobpreis Gottes ihre Vollendung fand. Menschen, die verstanden haben worum es an Weihnachten ging, freuten sich unglaublich und lobten Gott dafür.

Wenn wir verstanden haben, was Gott an Weihnachten getan hat, können wir nicht anders als uns zu freuen und Gott zu loben!

Das ist die Kraft, die in Weihnachten verborgen liegt!

Ich will mir in der Adventszeit neu bewusstmachen, worum es eigentlich geht. Nicht um gutes Essen, Glühwein, Familientreffen.

In Anlehnung an C.S. Lewis habe ich den Sinn von Weihnachten wie folgt zusammengefasst:

Gott hat seinen Sohn Mensch werden lassen, damit die Menschen Kinder Gottes werden können. Jesus hat in dieser Welt den Prozess der Ausbreitung des Reiches Gottes und die damit verbundene Wiederherstellung der Welt begonnen, die bis heute Auswirkungen haben. Wir sind an diesem Prozess beteiligt und bauen sein Reich bis Jesus selbst durch seine zweite Ankunft diesen Prozess abschließen wird. Dann wird kein Leid mehr sein und den Tod wird es nicht mehr geben. Alles aus Liebe von Gott zu seinen Menschen.

Gott segne Euch!

Euer Jonas Reinöhl

 

 

 

 

 

PS: Eine gute Zusammenfassung über den Messias findest Du auch hier in diesem Video. Dann wird Dir vielleicht einiges klar, was in meinem Beitrag noch Fragen aufgeworfen hat. 😉 Danke!

 


 

EIN GEBET – ZUR BESINNUNG

Beim Gebet in stressigen Zeiten ist mir das richtige Umfeld wichtig. Ich will dir vor dem Gebet, einige Hilfestellungen geben, die mir persönlich sehr helfen (Wenn ich die Dinge einhalte ;-)).

Der richtige Ort

Suche dir einen Ort, an dem du die nächsten Minuten ungestört sein kannst. Das kann in der Natur oder im Haus sein.

Ich bevorzuge dafür eine Meditationsdecke, ein Kissen oder eine Gebetsbank. So ein „Ort“ zu haben, der nur für das Gebet vorgesehen ist, kann helfen auch im stressigen Alltag die nötige Ruhe zu finden.

Musik

Um dieses Gebet wirken zu lassen, empfehle ich dir folgende Musik im Hintergrund. Ich benutze immer „In-Ear Kopfhörer“ um den Lärm der Welt auszuschalten.

Atmung

Atmen hilft sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.

Atme ein und zähle beim einatmen auf fünf, halte inne und zähle beim ausatmen auf sieben. Gern kannst du die Zahlen auch durch einfache Sätze wie „Danke Jesus“ oder „Jesus“ beim Einatmen und „mein Friede“ beim Ausatmen ersetzen. Wiederhole das sieben mal.

Dann lies dieses Gebet Wort für Wort und verbinde es innerlich mit Deiner Situation.

Gott Segne Dich

Dein

 

 

 

 

Gebet:

Vater im Himmel,

auch wenn ich das Gefühl habe, dass Du zu weit entfernt bist.

Auch wenn ich Angst habe, die Kontrolle zu verlieren.

Auch wenn mir Sorgen den Schlaf rauben.

Auch wenn mir das Chaos Schwindel bereitet.

Auch wenn meine Sicht vernebelt ist.

Auch wenn ich keinen klaren Gedanken fassen kann.

Auch wenn die Zweifel mir den Sinn rauben.

Auch wenn die Wut mich packt.

Auch wenn der Zorn an mir nagt.

 

Auch dann weiß ich mich in deiner Hand!

Auch dann steht mein Fuß auf deinem festen Grund!

 

Denn:

 

 Du bist mein Friede!

Du bist mein Sieg!

Du bist meine Freude!

Du bist mein Schutz!

Du bist meine Kraft!

Du bist mein Weg!

Du bist mein Ziel!

Meine Augen richten sich auf Dich!

Denn Du hast den Sturm gestillt!

In Jesu Namen, 

Amen!

 

Shalom.

 

Meine Reise durch den Psalm 23 Vers 4a

Psalm 23
4 Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir;…

Auch wenn!

David schreibt nicht: „Herr behüte mich vor dem Tal des Todesschattens“. Er ist sich bewusst, dass es Zeiten im Leben geben kann, in denen wir im Tal des Todesschattens sind.

David schreibt das, obwohl er kurz vorher erwähnt, dass ihm „nichts mangeln wird“. David zeigt die Spannung auf, in der wir uns im Leben oft befinden. Auf der einen Seite erleben wir Gottes Segen und seine Versorgung, und auf der anderen Seite gibt es Situationen, in denen es scheint, als hätte Gott uns vergessen. Möglicherweise befindet sich David auch in dem Moment, als er diesen Psalm schreibt, in solch einer Situation. Auffallend ist jedoch, dass David nicht in Panik ausbricht oder an Gott zweifelt, sondern sich positioniert und ausrichtet.

David ist sich bewusst, dass es schwere Zeiten gibt, aber…

…David verzweifelt nicht, sondern richtet sich aus!

[Todesschattens] Im Urtext: „Finsternis“, „Stockfinsternis“, „Todesschatten“ aus „Schatten“ und „Tod“, „Der Schatten, den der Tod wirft“. Es beschreibt eine undurchdringliche Finsternis, in der Gott aber auch schützen kann und in die der Messias Licht bringt.

Dieses „Dunkle Tal“ hat es also wirklich in sich. Es ist keine kleine Unannehmlichkeit, sondern eine Sache, die einem wirklich Angst machen kann. Es geht an die Existenz. David macht sich jedoch bewusst, dass er in diesem Tal nicht alleine ist und Gott auf seiner Seite steht.

 

…fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir;…

David geht nicht davon aus, dass es Gottes Wille ist, dass er eine Menge Leid ertragen muss und im Tal campieren soll. Er schreibt nicht: „Herr ich werde als dein treuer Diener dieses Elend tragen, weil du es so willst. Ich nehme mein Kreuz auf mich und leide, weil ich leiden soll…“. David geht nicht davon aus, das Gott dunkle Täler schickt, sondern er weiß, dass er einen guten Gott hat, der ihn versorgt und es gut mit Ihm meint. Die Situation, in der er steckt, passt nicht zu dem, wie er Gott kennt.

David kennt Gott als Problemlöser, nicht als Problem-Verursacher.

David sieht deshalb selbst in dieser Extremsituation keinen Grund, sich zu fürchten.

David gibt der Angst bewusst eine Abfuhr, weil sein Gottesbild es zulässt.

David stellt sich auch nicht die Frage „Herr, WARUM muss ich durch dieses Tal??“ David lässt sich nicht von dem Problem verunsichern, sondern konzentriert sich auf die Lösung.

David fokussiert sich nicht auf das Problem, sondern auf die Lösung. Und die Lösung für David ist einfach: „Denn Du bist bei mir.“ 

David kommt hier vom „Über Gott reden.“ Hin zur persönlichen Anrede:“Du“. Aus dem wissen über Gott, kommt er in die Beziehung zu Gott selbst. David wusste WIE Gott ist und konnte sich deshalb in der schweren Zeit zu IHM direkt wenden.

Wenn wir jedoch Angst vor Gott haben, können wir in dunklen Zeiten keinen Frieden bei Gott finden. Oft ist die Unruhe und die Angst vor schlechten Zeiten gerade für uns Christen so schwer, weil unser Gottesbild den Satz: „…fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir;…“ nicht wahrhaftig zulässt.

Manchmal denken wir heimlich: „Hoffentlich schickt mir Gott nicht noch ein Unheil.“, oder „Was hat sich der da oben denn jetzt wieder dabei gedacht?“.

Wenn wir so denken, können wir im Tal der Todesschatten keinen kühlen Kopf bewahren, sondern sind auf dem besten Weg, auch noch unseren Glauben dabei zu verlieren.

Unser Gottesbild entscheidet, ob wir in Zeiten des Leides Frieden oder Verzweiflung bei Gott finden.

Ich habe auf Basis des Geschriebenen den Vers folgendermaßen frei als Gebet übersetzt:

Vater, in den schweren Stunden meines Lebens will ich, statt zu verzweifeln, in deiner Nähe Frieden suchen. Es gibt keinen Grund, mich zu fürchten, Du bist doch da! Hilf mir, mich auszurichten. 
Ich weiß, dass du ein Gott bist, der es gut mit mir meint. Du hast deinen Sohn für mich gegeben und Du liebst mich. Die schlechten Situationen, in denen ich mich in meinem Leben befinde, entsprechen nicht deinem Willen. Du bist in diesem Tal bei mir und am Ende werden wir dieses Tal zusammen durchquert haben. 
Ich freue mich an deiner Güte. Danke für deinen Segen, die Kraft und den Mut, den ich nun brauche.

Ich preise Dich!

In Jesu Namen,

Amen.

 

Gottes Segen,

Euer Jonas

 

 

 

 

 

Meine Reise durch den Psalm 23 Vers 3

Psalm 23
3 Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen.

Ich bin begeistert, dass David wieder eine Erklärung, eine Proklamation und keine Bitte formuliert. Er bittet nicht, sondern formuliert bewusst eine Wahrheit, die er möglicherweise in diesem Moment nicht spürt.

David fleht nicht, er besinnt sich!

Wenn wir den Text näher untersuchen, bekommen wir einen bereichernden Einblick in seine tiefere Bedeutung.

3 Er erquickt meine Seele.

Er [erquickt…] Im Urtext: „zurückkehren, umkehren, abwenden, zurückbringen, sich bekehren“. Die Grundbedeutung ist, nachdem man sich in eine Richtung bewegt hat, nun die entgegengesetzte Richtung einzuschlagen, bis man zur ursprünglichen Stelle zurückkehrt.

…meine [Seele.] Im Urtext: „Seele“, „Verlangen“, „Leben“, „Selbst“, „Lebewesen“. Von: [Atem] schöpfen, aufatmen, sich erholen“. Meint NICHT die „Seele“ im griechischen Sinn, also kein separaten Teil des Menschen, sondern viel mehr den Mensch selbst, der existiert, fühlt und „auf dem Weg“ ist.

David spricht also davon, dass Gott ihn, wenn er in eine Richtung gegangen ist, von der er sich abwenden muss, zurückholt.

Diese Rückkehr oder Bekehrung führt dazu, dass er wieder aufatmen kann. Und zwar mit seinem ganzen Sein. Unruhe wandelt sich in Stille, Freude und Friede kehrt ein, und er ist wieder dort, wo er sein soll.

Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen.

…der [Gerechtigkeit] Im Urtext: „Recht“, „Gerechtigkeit“, von: „Im Recht sein“, „gerecht sein“, „recht haben“, „recht schaffen“. Es bedeutet einen ethischen Standard, der einer Gemeinschaft entspricht. Daraus resultiert Respekt und Heil.

Also ein Verhalten, das Leben entfaltet.

Die [Pfade der Gerechtigkeit] sind also ein „Leben im Recht“. Dieses gerechte Leben schafft eine Kultur des Respekts und des Heils. Meine Mitmenschen und die Gemeinschaft, in der ich lebe, sei es eine Partnerschaft, eine Familie oder meine Kollegen, sind von dieser Gerechtigkeit unmittelbar betroffen.

Es ist mein Lebensstil der Gerechtigkeit, in dem Gott mich führt, der Respekt und Heil hervorbringt.

…um seines [Namens] willen: Im Urtext: „Name“, „Ruf“. Der Name bürgt für das persönliche Ansehen. Der Name Gottes soll nicht missbraucht werden.

Mir fällt spontan der Name „Hipp“ Babynahrung ein. „Hipp“ wirbt mit: „Dafür stehe ich mit meinem Namen.“. Der Gründer „Claus Hipp“ steht mit seinem Familiennamen für die Qualität der Produkte ein.

Wenn es Gott um „seinen Namen“ geht, hat Gott also ein persönliches Interesse. Er führt uns nicht, weil wir Ihm mit unseren Bitten in den Ohren hängen, sondern weil er ein Eigeninteresse daran hat. Wir sind eingepflanzt in Gottes System. Wir sind Teil von etwas Größerem.

Gott will mit seinem Namen auch keine Fassade aufrecht erhalten. Gott offenbart sich durch seinen Namen. Er will nicht, dass wir Dinge über Ihn denken, die nicht stimmen. Er will uns zeigen, wie er wirklich ist.

Wenn es um seinen Namen geht, geht es darum, dass die Dinge so geschehen, wie Gott sich das gedacht hat, weil wir dadurch erkennen, wie ER ist.

Es geht in unserem Leben nicht nur um uns, sondern auch darum, dass Gottes Name durch unser Leben verherrlicht wird, weil wir ein Leben leben, das Respekt und Heil entfaltet, weil ER uns auf gerechten Wegen führt.

Ich habe auf Basis dieser hebräischen Bedeutungen den Vers folgendermaßen frei als Gebet übersetzt:

Vater, du führst mich zurück, wenn ich mich verrannt habe. Du führst mich zurück an den Ort, an dem ich Frieden und Freude finde. Du führst mich zurück, an den Ort, wo ich wieder aufatmen kann und Leben finde. Du führst mich an einen Ort, wo ich wieder neue Kraft finde.

Du führst mich auf einem Lebensweg, der deiner Gerechtigkeit entspricht. Mein Leben in Deiner Gerechtigkeit führt zu Respekt und Heil, auch für mein Umfeld. Ich freue mich, dass es Dir wichtig ist. Ich freue mich, Teil deines großen Plans zu sein. Mein Leben soll dich ehren.

Ich danke Dir und preise Dich.

In Jesu Namen,

Amen. 

Euer

 

 

 

 

 

Meine Reise durch den Psalm 23 Verse 1 und 2

Psalm 23
1 Ein Psalm. Von David.
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
2 Er lagert mich auf grünen Auen,
er führt mich zu stillen Wassern.

 

1„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“
Was für eine Zuversicht, die David am Anfang dieses Textes stellt!
Er schreibt nicht: „Ich hoffe, dass der Herr mein Hirte ist.“ Er schreibt: „Der Herr IST mein Hirte.“
Die Konsequenz daraus, dass Gott unser Hirte ist, beschreibt David als ein Leben in der Gewissheit, keinen Mangel zu erfahren.
Wie gut ist es, wenn wir in diesem Glauben verankert sind!
Wir wissen nicht, was morgen kommen wird, jedoch wissen wir, dass Gott unser Hirte ist und wir deshalb keinen Mangel fürchten müssen.
Bei Gott finden wir Schutz, Führung, Versorgung und Leben.

 

2 Er lagert mich auf grünen Auen,
er führt mich zu stillen Wassern.
Er lagert mich auf [grünen Auen,…]:
Im hebräischen Urtext bedeutet dies: „náwáh“: „Wohnung“, „Stätte“ oder „Weideplatz“ und stammt von: : „náwáh“: „zum Ziel kommen“ oder „preisen“.

 

… er [führt mich…] Im hebräischen Urtext:“geleiten“, „führen“, „versorgen“, „langsam weiterziehen“.

 

…zu [stillen Wassern…] Im hebräischen Urtext:„Ruheplatz“,“Rastplatz“,“Ruhe“. Von: „Sich niederlassen, ruhen.“

 

Ich habe auf der Basis dieser hebräischen Bedeutungen die beiden Verse folgendermaßen frei als Gebet übersetzt:

 

„Vater, du bist auch heute wie ein guter Hirte in meinem Leben. Deshalb muss ich keinen Mangel fürchten. Bei Dir ist Leben und Versorgung für mich.
Auf meinem Weg zu dem Ziel, zu dem Du mich führst, gibst du mir Momente, in denen ich langsam gehen und ruhen kann. Du versorgst mich auf meiner Reise.
Du zeigst mir Orte der Ruhe und führst mich auf meinem Lebensweg in einem guten Tempo ans Ziel.
Dafür danke ich Dir und preise Dich.“
In Jesu Namen,
Amen.

 

Euer Jonas



Meine Reise durch den Psalm 23

Wie beginnst du deinen Tag? Mit welchen Gedanken startest du am frühen oder späten Morgen?

Ich habe eine Zeit lang kurz nach dem Aufwachen mein Handy gezückt und verschiede „online-news“ gecheckt.

In letzter Zeit merke ich jedoch, dass mir das nicht gut tut, weil die überwiegend negativen Nachrichten sich nicht wirklich motivierend und positiv auf meinen Start in den Tag auswirken. Sie bewirken sogar das Gegenteil, ziehen mich runter und machen mich traurig.

Wie wir unseren Start in den Tag gestalten, wirkt sich auf unseren ganzen Tag aus. Deshalb macht es Sinn, sich morgens mit guten, heilsamen Gedanken zu füttern.

Als ich heute Morgen, nach all den schlechten Nachrichten meine Bibel gezückt habe, lag mir der Psalm 23 auf dem Herzen. Ich habe die zwei ersten Verse studiert und war total bewegt und daraufhin auch motiviert.

In den nächsten Wochen will ich dich mit auf die Reise durch diesen Psalm nehmen. Die Beiträge werde ich in täglichen bis wöchentlichen Abständen veröffentlicht.

Ich würde mich freuen, wenn er dir genauso hilft wie mir.

Viel Motivation!

Dein Jonas

Harte Zeiten – Gutes Denken

Lesezeit: ca.8 min.

Der Titel erinnert ein wenig an die TV-Serie „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“ und so weit ist dieses Beispiel gar nicht hergeholt.

In diesem Beitrag geht es um die schlechten Zeiten, wobei ich das Wort „schlechte“ bewusst durch das Wort „harte“ Zeiten ersetzt habe.

Die Bibel nennt diese Zeiten „das finstere Tal“ oder „das Tal der Todesschatten“.

Wenn wir in diesem Tal sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie wir reagieren.

Unsere Reaktion ist immer ein Ergebnis unserer Denkweise – unserem Paradigma (Ein Paradigma ist eine grundsätzliche Denkweise.).

Und je nach dem WIE wir denken, bestimmt das auch WIE wir reagieren.

Wenn wir Gott in den harten Zeiten die Schuld für diese Umstände geben, werden wir bitter und deprimiert. Wir bekommen auf die Frage „Gott, warum lässt du das zu?“ keine Antwort. Ob Gott für das Leid verantwortlich ist, bleibt offen und ein Mysterium. Ich persönlich denke jedoch nicht, dass alles, was passiert, dem Willen Gottes entspricht. Der Sündenfall und das daraus resultierende Chaos ist meiner Meinung nach nicht der Wille Gottes gewesen, sondern eine mögliche Option, die eingetreten ist.

Gott war die Freiheit der Menschen so wichtig, dass er diese Möglichkeit des Sündenfalls offengelassen hat.
Wir lesen sogar in der Bibel, dass Gott es bereut hat, Menschen geschaffen zu haben, da der freie Wille und der Sündenfall so viel Übel mit sich brachten. Wir leben in einem kranken, gefallenen System der Welt. Gott wird das in Ordnung bringen und tut es schon jetzt durch den Bau seines Reiches mit uns, aber den Zeitpunkt der vollständigen Wiederherstellung kennen wir nicht.

Gott wegen dem ganzen Leid in unserem Leben anzuklagen, bringt also nichts.

Als Hiob Gott angeklagt hat, hat Gott ihm folgendes geantwortet: „Wo warst du als ich die Welt schuf?“. Das heißt für mich so viel wie: „Bitte reflektiere deine Position mir gegenüber und nimm eine hilfreiche Position ein. Fragen zu stellen, die sowieso offen bleiben, bringen dich nicht weiter.“.

Wir sind nicht Gott, wir sind Geschöpfe Gottes. Und wenn wir diese Position und diese Geisteshaltung im finsteren Tal einnehmen, haben wir die Möglichkeit, von der Entfernung von Gott in eine Partnerschaft mit Gott zu treten – wie Jesus.

In jeder harten Zeit liegt das Potential Gott auf eine neue, noch nähere, tiefere und kraftvollere Weise zu begegnen, die unsere bisherigen Erfahrungen mit Ihm übersteigen. Nur weil Gott Leid nutzen kann, um Gutes daraus zu formen, bedeutet das nicht, das Er es auch verursacht hat.

Um in schweren Zeiten Gott nicht zu verdammen, sondern mit Ihm in Verbindung zu treten, bedarf es eines anderen Paradigmas, einer neuen Denkweise, die auf wertvollen Überzeugungen beruht.

In Römer 12,2 lesen wir, dass Paulus uns ermutigt unser Denken zu erneuern. Das griechische Wort, das Paulus hier benutzt, ist „metamorphoó“ – verwandelt von „meta“ nach „morpho“.

Dieses Wort kennen einige vielleicht noch aus der Biologie. Eine Raupe wird durch die Metamorphose zu einem wunderschönen Schmetterling.

In 1.Korinther 2,16 schreibt Paulus zudem, dass wir den „Sinn Christi“ haben sollen, was so viel bedeutet wie das „Denkmuster oder Paradigma“ von Jesus.

Diese zwei Stellen sprechen davon, dass wir unser Denken von unserem aktuellen Denkmuster in das Denkmuster von Jesus verwandeln können und sollen.

Wir sollen unser Denken ändern!

Das Denkmuster von Jesus ist jedoch ziemlich gefährlich. Niemand hat die Welt so nachhaltig verändert wie Jesus es getan hat. Und dieser krassen Veränderung unterliegt ein krasses Denkmuster.

Jedes Mal, wenn Jesus mit Herausforderungen konfrontiert wurde, hat er total anders reagiert, als seine Jünger es erwartet hatten.

Als 5000 hungrige Menschen vor Ihm standen und nur ein paar Fische und Brote vorhanden waren, sagte er seinen Jüngern, dass sie den Menschen zu essen geben sollen – bitte was?

Als die Jünger mitten auf dem See in einem extremen Sturm um ihr Leben fürchteten (während Jesus schlief) und sie Jesus weckten, weil sich dachten, dass sie alle ertrinken würden, stillte Jesus den Sturm und kritisierte die Jünger danach auch noch wegen ihres „Kleinglaubens“ – bitte was?

Wir sehen, Jesus dachte ganz anders. Und wir können von Ihm lernen.

Ich glaube, dass Jesus unter anderem zwei Überzeugungen hatte, die Ihn so radikal denken ließen.

Erste Überzeugung: „Gott ist mein guter Vater, ich rechne jederzeit mit seiner Gegenwart und seinen Ressourcen.“

Jesus war total davon überzeugt, dass Gott das Wesen eines guten Vaters inne hat. Gott ist heilig und allmächtig, aber auch ein guter Vater, der jederzeit bei ihm ist und ihn mit seinen unendlichen Ressourcen zur Hilfe und zum Support steht.

Zweite Überzeugung: „Meine Definition von Wahrheit und Möglichkeit gründet sich in dem, was Gott sagt und wie er ist. Das lese ich in seinem Wort oder höre es von ihm, wenn er zu mir redet.“

Die Überzeugungen der Wahrheit, mit der Jesus die Menschen konfrontierte, beruhten auf dem, was Jesus von und über Gott wusste. Natürlich war Jesus der Sohn Gottes und kannte Gott, bevor er überhaupt auf der Welt war, aber Jesus war auch so verankert in Gottes Wort (heute Bibel), dass er Menschen damit zum Schweigen und zum Staunen brachte. Auch den Teufel schlug Jesus mit Bibelstellen in die Flucht.

Die Schrift und die Beziehung zum Vater bildete die Grundlage für Jesu Denken.

Eine der krassesten Szenen, in denen wir diese „Waffe“ der Beziehung und der Bibelmeditation sehen, ist die Situation, als Jesus halb tot am Kreuz hing.

Kurz vor seinem Tod, den er aus der Beziehung mit seinem Vater in Kauf nahm, war Jesus mit einem Psalm beschäftigt, der Ihm selbst in dieser krassen Situation Frieden gab, nämlich mit Psalm 22.

Wir lesen im Markusevangelium 15,34, dass Jesus die Anfangsworte dieses Psalms laut betete. Ich glaube, dass er im Innersten den ganzen Psalm laut betete und am Schluss mit den Worten „Es ist vollbracht.“ sein Amen dazu gab.

Hast Du mal darüber nachgedacht, woran Du in der Stunde Deines Todes denken willst?

Ich denke, dass nur Bibelverse, die uns Hoffnung auf die Ewigkeit geben, lohnenswert für diesen Moment sind. Lebensweisheiten von Sterblichen und selbst Erinnerungen tragen hier nicht mehr. Jesus wusste das vermutlich auch. Bis zu seinem Tod blieb Jesus in der Beziehung mit seinem Vater. Er verbrachte Zeit mit Gott, hörte auf die Stimme des Vaters und kannte Bibelstellen, die Ihm Weisheit und Kraft gaben.

 

Zusammengefasst:

Wir leben in einem kranken, gefallenen System der Welt. Gott will mit uns durch gute und durch harte Zeiten gehen. Damit wir in harten Zeiten mit Gott zusammenarbeiten und Ihn nicht verdammen, brauchen wir eine Denkweise wie Jesus sie hatte.

Unter anderem sind diese zwei Überzeugungen dafür extrem wichtig:

Erste Überzeugung: „Gott ist mein guter Vater. Ich rechne jederzeit mit seiner Gegenwart und seinen Ressourcen.“

Zweite Überzeugung: „Meine Definition von Wahrheit und Möglichkeit gründet sich in dem, was Gott sagt und wie er ist. Das lese ich in seinem Wort oder höre es von ihm, wenn er zu mir redet.“

Praxistipp: Nimm Dir Zeit und stell Dir konkrete Situationen in Deinem Alltag vor, in denen diese Überzeugungen eine Veränderung Deiner Reaktion bewirken würden. Schließe Deine Augen und bitte Gott, das er Dir Situationen zeigt. „Durchlebe“ diese Situationen dann in Gedanken und stell Dir die Frage, was Du hier siehst, hörst, fühlst, schmeckst und riechst. Dadurch bildet Dein Gehirn viele neue Synapsen und Du wirst Dein Denken verändern und Dein Handeln wird folgen.

Gott segne Dich.

Dein Jonas

 

 

 

 

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16 Tipps und Ideen zur Selbstliebe

Um als freie und geliebte Menschen durch das Leben zu gehen, ist es wichtig seine Gedanken auf das richtige Signal auszurichten. Dieses Signal ist die Liebe Gottes. Im 1. Johannesbrief lesen wir: „Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ 

Unsere Fähigkeit zu lieben, gründet sich also in der Liebe Gottes. Diese Liebe können wir im Alltag erfahren, wenn wir uns einige Dinge zu Herzen nehmen. Hier habe ich 16 Möglichkeiten aufgelistet die uns helfen sollen, im Alltag Gottes Liebe zu erfahren.

Tipps und Ideen:

Offene Augen!

Manchmal schenkt uns Gott im Alltag durch kleine „Zufälle“ einen Beweis, dass er bei uns ist und uns liebt. Sei offen für solche „Zufälle“ und freue Dich daran. Sei dankbar für einen plötzlich frei gewordenen Parkplatz und auch andere Kleinigkeiten!

Erinnere Dich!

In Psalm 103 lesen wir, dass wir uns daran erinnern sollen, was Gott schon alles für uns getan hat. Erinnere Dich immer wieder an die Wunder und Ereignisse, in denen du Gott erleben durftest. Das wird Dein Herz ordnen.

Nein zur Entmutigung!

Sei Dir bewusst, dass der Teufel ständig versucht Dich anzuklagen und zu entmutigen. Er will erreichen, dass Du Dich schlecht fühlst, Dich selbst vernachlässigst, miesmachst und aufgibst. Du brauchst die Wahrheit, um Dich gegen diese Lügen zu wehren. Stelle die Wahrheit über komische Gedanken in Deinem Kopf. Nimm Bibelverse, die Dich besonders bewegen und sprich sie laut aus (Am besten lernst Du sie sogar auswendig). Das ist manchmal ein Kampf, aber das ist völlig normal!

Dein Wert ist nicht abhängig von Deiner Leistung!

Sei nicht so hart zu Dir! Wenn mal was in die Hose geht, ist das halb so schlimm. Wir Menschen machen Fehler, das ist normal. Du bist und bleibst wertvoll und ein Kind Gottes! „Dad is still proud of you!“ 

Hör auf Dich zu vergleichen!

Du bist gut und Du bist schön, weil Gott Dich geschaffen hat – Punkt! Vergleichen macht Dich nur traurig! Im Vergleichen verlierst Du immer. Sei dankbar dafür, was Du hast! Jeder hat Begabungen und jeder hat Talente. Konzentriere Dich auf Dein Leben und die Verwaltung Deiner eigenen Talente. Sei so beschäftigt damit, dass Dir die Talente und das Äußere der anderen egal werden. Und wenn Du mal neidisch bist, dann feiere denjenigen, auf den Du neidisch bist. Somit wirst Du vom Gegner zum Trainer und Deine Herzenshaltung wird sich positiv verändern.

Gefahrenzonen entmachten!

Klebe Zettel mit Bibelversen, die Dich mit Liebe „füllen“, an Gefahrenzonen wie Spiegel, Kleiderschrank, Kühlschrank oder nutze das Hintergrundbild Deines PC’s oder Smartphones, um immer wieder in der Wahrheit zu bleiben. Nutze prophetische Worte, die Menschen über Dir ausgesprochen haben und ermutige Dich selbst damit.

Meditiere morgens über dem Wort Gottes!

Bevor der Tag mit allen Herausforderungen startet, nimm Dir Zeit, um „in der Wahrheit“ zu bleiben. Danke Gott, dass er bei Dir ist und mit Dir geht.

Sprich die Weisungen aus meinem Gesetzbuch ständig vor dich hin und denke Tag und Nacht darüber nach, damit dein ganzes Tun an meinen Geboten ausgerichtet ist. Dann wirst du Erfolg haben und wirst alles, was du beginnst, glücklich vollenden.“ – Josua 1,8

Lass Dich von Gott trösten!

Du fühlst Dich schlecht und das wird meistens nicht von alleine besser. Wenn Du Dich schlecht fühlst, dann suche Gott, höre auf seine Stimme und lass Dir sagen, was er über Dich denkt. Suche nach einem Vers oder einen Psalm, der in Deiner Situation Dein „Herzensschrei“ trifft. Du kannst auch ein Lied singen, das von seiner Liebe handelt. Sing es nicht, weil Du Dich danach fühlst, sondern singe es, weil es trotzdem wahr ist. Dein Gefühl wird sich verändern. Loben zieht nach oben!

Umgebe Dich mit Menschen, die Dich lieben und für Dich beten, wenn Du Dich selbst schlecht fühlst!

Du bist nicht alleine! Und es ist gut nicht alleine zu sein! Gott kann uns durch Menschen wunderbar dienen! Nimm Kontakt mit Leuten auf und umgebe Dich mit Menschen. Gemeinschaft tut gut!

Sei authentisch in Deinen Prozessen!

Versuche keine Maske aufzuziehen. Jeder ist in irgendeinem Prozess mit Gott. Rückzug und Scham verhindern das Weiterkommen enorm. Erwarte nicht, dass Menschen in Dein Herz schauen können. Sprich mit Menschen, die Dich lieben, über Deine Kämpfe und über die Lügen, die Du glaubst. Wir sind darauf angewiesen uns gegenseitig zu ermutigen und füreinander zu beten. Rückzug ist meistens kontraproduktiv. Scham hat hier keinen Platz!

Feier Dich selbst!

Und tue Dir in regelmäßigen Abständen etwas Gutes. Du bist es Dir Wert!

Hab Acht auf Dich selbst!

Selbst Jesus musste ab und zu alleine sein. Zu viel ist zu viel. Du brauchst mindestens einen komplett freien Tag in der Woche!

Gib Dir immer Mühe, aber mach auch mal langsam!

Es müssen nicht immer 150% sein. In der Regel wirst Du für 100% bezahlt und manchmal reichen auch 80%. Exzellenz ist gut, Perfektion nicht.

Sei dankbar in allen Dingen!

Dankbarkeit wird Dein Herz hüten und wird Dich schützen. Danken schützt vor Wanken!

Sprich gut über Dich!

Sprich gute Sachen über Dir selbst aus und vermeide Formulierungen wie „Ich schaffe das eh nicht.“ oder „Ich bin halt hässlich.“. Worte haben Macht! Du kannst stattdessen sagen: „Ich bin herausgefordert, aber Gott ist mit mir!“ oder „Auch, wenn ich im Moment nicht zufrieden mit mir bin, danke ich dir Gott das du mich wunderbar gemacht hast.“.

Gefühle sind trügerisch!

Vertraue nicht immer Deinen Emotionen. Sie sind oft verfälscht und trügerisch. Das Wort Gottes sollte Deine Wahrheit definieren. Nicht Dein Gefühl.

Viel Erfolg und viel L O V E.

Dein Jonas