16 Tipps und Ideen zur Selbstliebe

Um als freie und geliebte Menschen durch das Leben zu gehen, ist es wichtig seine Gedanken auf das richtige Signal auszurichten. Dieses Signal ist die Liebe Gottes. Im 1. Johannesbrief lesen wir: „Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ 

Unsere Fähigkeit zu lieben, gründet sich also in der Liebe Gottes. Diese Liebe können wir im Alltag erfahren, wenn wir uns einige Dinge zu Herzen nehmen. Hier habe ich 16 Möglichkeiten aufgelistet die uns helfen sollen, im Alltag Gottes Liebe zu erfahren.

Tipps und Ideen:

Offene Augen!

Manchmal schenkt uns Gott im Alltag durch kleine „Zufälle“ einen Beweis, dass er bei uns ist und uns liebt. Sei offen für solche „Zufälle“ und freue Dich daran. Sei dankbar für einen plötzlich frei gewordenen Parkplatz und auch andere Kleinigkeiten!

Erinnere Dich!

In Psalm 103 lesen wir, dass wir uns daran erinnern sollen, was Gott schon alles für uns getan hat. Erinnere Dich immer wieder an die Wunder und Ereignisse, in denen du Gott erleben durftest. Das wird Dein Herz ordnen.

Nein zur Entmutigung!

Sei Dir bewusst, dass der Teufel ständig versucht Dich anzuklagen und zu entmutigen. Er will erreichen, dass Du Dich schlecht fühlst, Dich selbst vernachlässigst, miesmachst und aufgibst. Du brauchst die Wahrheit, um Dich gegen diese Lügen zu wehren. Stelle die Wahrheit über komische Gedanken in Deinem Kopf. Nimm Bibelverse, die Dich besonders bewegen und sprich sie laut aus (Am besten lernst Du sie sogar auswendig). Das ist manchmal ein Kampf, aber das ist völlig normal!

Dein Wert ist nicht abhängig von Deiner Leistung!

Sei nicht so hart zu Dir! Wenn mal was in die Hose geht, ist das halb so schlimm. Wir Menschen machen Fehler, das ist normal. Du bist und bleibst wertvoll und ein Kind Gottes! „Dad is still proud of you!“ 

Hör auf Dich zu vergleichen!

Du bist gut und Du bist schön, weil Gott Dich geschaffen hat – Punkt! Vergleichen macht Dich nur traurig! Im Vergleichen verlierst Du immer. Sei dankbar dafür, was Du hast! Jeder hat Begabungen und jeder hat Talente. Konzentriere Dich auf Dein Leben und die Verwaltung Deiner eigenen Talente. Sei so beschäftigt damit, dass Dir die Talente und das Äußere der anderen egal werden. Und wenn Du mal neidisch bist, dann feiere denjenigen, auf den Du neidisch bist. Somit wirst Du vom Gegner zum Trainer und Deine Herzenshaltung wird sich positiv verändern.

Gefahrenzonen entmachten!

Klebe Zettel mit Bibelversen, die Dich mit Liebe „füllen“, an Gefahrenzonen wie Spiegel, Kleiderschrank, Kühlschrank oder nutze das Hintergrundbild Deines PC’s oder Smartphones, um immer wieder in der Wahrheit zu bleiben. Nutze prophetische Worte, die Menschen über Dir ausgesprochen haben und ermutige Dich selbst damit.

Meditiere morgens über dem Wort Gottes!

Bevor der Tag mit allen Herausforderungen startet, nimm Dir Zeit, um „in der Wahrheit“ zu bleiben. Danke Gott, dass er bei Dir ist und mit Dir geht.

Sprich die Weisungen aus meinem Gesetzbuch ständig vor dich hin und denke Tag und Nacht darüber nach, damit dein ganzes Tun an meinen Geboten ausgerichtet ist. Dann wirst du Erfolg haben und wirst alles, was du beginnst, glücklich vollenden.“ – Josua 1,8

Lass Dich von Gott trösten!

Du fühlst Dich schlecht und das wird meistens nicht von alleine besser. Wenn Du Dich schlecht fühlst, dann suche Gott, höre auf seine Stimme und lass Dir sagen, was er über Dich denkt. Suche nach einem Vers oder einen Psalm, der in Deiner Situation Dein „Herzensschrei“ trifft. Du kannst auch ein Lied singen, das von seiner Liebe handelt. Sing es nicht, weil Du Dich danach fühlst, sondern singe es, weil es trotzdem wahr ist. Dein Gefühl wird sich verändern. Loben zieht nach oben!

Umgebe Dich mit Menschen, die Dich lieben und für Dich beten, wenn Du Dich selbst schlecht fühlst!

Du bist nicht alleine! Und es ist gut nicht alleine zu sein! Gott kann uns durch Menschen wunderbar dienen! Nimm Kontakt mit Leuten auf und umgebe Dich mit Menschen. Gemeinschaft tut gut!

Sei authentisch in Deinen Prozessen!

Versuche keine Maske aufzuziehen. Jeder ist in irgendeinem Prozess mit Gott. Rückzug und Scham verhindern das Weiterkommen enorm. Erwarte nicht, dass Menschen in Dein Herz schauen können. Sprich mit Menschen, die Dich lieben, über Deine Kämpfe und über die Lügen, die Du glaubst. Wir sind darauf angewiesen uns gegenseitig zu ermutigen und füreinander zu beten. Rückzug ist meistens kontraproduktiv. Scham hat hier keinen Platz!

Feier Dich selbst!

Und tue Dir in regelmäßigen Abständen etwas Gutes. Du bist es Dir Wert!

Hab Acht auf Dich selbst!

Selbst Jesus musste ab und zu alleine sein. Zu viel ist zu viel. Du brauchst mindestens einen komplett freien Tag in der Woche!

Gib Dir immer Mühe, aber mach auch mal langsam!

Es müssen nicht immer 150% sein. In der Regel wirst Du für 100% bezahlt und manchmal reichen auch 80%. Exzellenz ist gut, Perfektion nicht.

Sei dankbar in allen Dingen!

Dankbarkeit wird Dein Herz hüten und wird Dich schützen. Danken schützt vor Wanken!

Sprich gut über Dich!

Sprich gute Sachen über Dir selbst aus und vermeide Formulierungen wie „Ich schaffe das eh nicht.“ oder „Ich bin halt hässlich.“. Worte haben Macht! Du kannst stattdessen sagen: „Ich bin herausgefordert, aber Gott ist mit mir!“ oder „Auch, wenn ich im Moment nicht zufrieden mit mir bin, danke ich dir Gott das du mich wunderbar gemacht hast.“.

Gefühle sind trügerisch!

Vertraue nicht immer Deinen Emotionen. Sie sind oft verfälscht und trügerisch. Das Wort Gottes sollte Deine Wahrheit definieren. Nicht Dein Gefühl.

Viel Erfolg und viel L O V E.

Dein Jonas

Provozierender Liebesbrief

Vor einiger Zeit hat die „Lies!“-Kampagne der Salafisten zu Verwunderung und Verunsicherung geführt. Das Ziel dieser Kampagne war es, jeden deutschen Haushalt mit einem Koran zu „bestücken„. Ein Koran in Deutschland? Das kann nicht sein! Gehört da nicht eigentlich eine Bibel hin?!

Meiner Meinung nach sind die Zeiten, in denen die Bibel zur Standardliteratur des Bürgers gehörte, vorbei. Ich hab es selbst erlebt, dass sie als „von Menschen gemachtes“ Buch verstaubt oder ihren Platz im Haushalt an ein Kochbuch verloren hat.

Für uns Christen ist das eine herbe Angelegenheit, da das Wort Gottes allein durch seine eigene Dynamik „nur“ durch das Lesen viele Menschen zum Glauben geführt hat. Doch wer es nicht liest, kann auch nichts davon erfahren. Oder doch?

In 2. Korinther 3 schreibt Paulus, dass wir ein Brief Christi sind, der von allen Menschen gelesen wird; nicht nur von denen die eine Bibel haben, sondern von allen Menschen!

Wenn die Menschen schon nicht in der Bibel Gottes Botschaft lesen, dann eben in uns.

„Unser Brief seid ihr, eingeschrieben in unsere Herzen, erkannt und gelesen von allen Menschen; von euch ist offenbar geworden, das ihr ein Brief Christi seid, ausgefertigt von uns im Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf Tafeln, die fleischerne Herzen sind.“

Du bist ein Brief Christi, gelesen von allen Menschen!

Stell Dir das mal bildlich vor: auf Deinem Rücken klebt Dein Leben lang ein Zettel, den jeder, der mit Dir täglich zu tun hat, lesen könnte. Dieser Zettel zeugt von Deinem Verhalten in verschiedenen Situationen Deines Lebens. Das ist es nämlich, was in der Welt gelesen wird, Dein Verhalten.

Auf Dein Verhalten kommt es an.

Die spannende Frage an dieser Stelle ist, was für ein Brief bist Du? Bist Du ein „Theologisches Mahntraktat„, das den Menschen um Dich herum ein schlechtes Gewissen macht? Oder bist Du ein Liebesbrief Gottes an seine Kinder, die sich in der Dunkelheit der Welt verirrt haben und nach einem Ausweg suchen, den nur ihr Vater im Himmel geben kann?
Auch wenn es wichtig ist, sich gegenseitig auf Sünde hinzuweisen, ist ein provokantes Gemecker über die Fehler anderer oft kontraproduktiv als nützlich für das Reich Gottes. Der Heilige Geist ist letztendlich derjenige, der die Herzen der Menschen von Sünder überführt, nicht Du!

Was wirklich provokant in unserer Gesellschaft sein kann, ist die verschwenderische Nächstenliebe, die in unserem Glauben, in unserem Leben und in unserem Verhalten Gestalt annehmen kann. Denn es gibt nichts auf der Welt an dem es so mangelt, wie an der Liebe!

Liebe ist die Mangelware Nr.1 in unserer Welt!

Und genau da setzt auch Paulus in Epheser 5, 1+2 an, wenn er schreibt: „Sei nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder! Und wandelt in Liebe, wie auch Christus uns geliebt […] hat.

Wandeln wir in unserem Alltag in Liebe?

Wenn ich ehrlich auf mein Leben schaue dann merke ich, dass ich eben oft nicht in „Liebe wandle„. Die Fehler an anderen Menschen fallen mir auf und ich ärgere mich oft darüber. Anstatt den Vorteil Anderer zu suchen, suche ich meinen Eigenen.

Wenn wir dazu das Gleichnis des verlorenen Sohnes betrachten fühle ich mich eher wie der ältere Bruder, der grimmig seinen Vater auf die schlimmen Dinge des jüngeren Bruders hinweist, als die Liebe des Vaters für den Sünder, der umkehrt, zu teilen. Das „Ältere-Bruder-Syndrom“ ist meiner Meinung nach ein Hauptgrund dafür, dass Menschen die Kirche verabscheuen, weil sie durch die Lieblosigkeit von Christen tief verletzt wurden, statt Vergebung und Heilung zu erfahren. „Wenn die so sind, möchte ich nichts mit ihnen zu tun haben.

Es geht mir hier nicht darum, Sünde zu verharmlosen oder gar mit dem Schwamm der Liebe jedes Verhalten zu rechtfertigen. Mir geht es darum, dass bußfertige Menschen von rechthaberischen Christen regelrecht verscheucht werden können, wenn sie nicht in Liebe wandeln.

Gott freut sich immer um einen Sünder, der umkehrt und sucht immer nach dem verlorenen Schaf!

Die Sünde der Welt ist also nicht Gottes Problem – er hat es ja durch Jesus Christus gelöst – sondern Unseres. Die Liebe zu unserem Nächsten wird oft von unserer Moral blockiert. Doch weshalb haben wir mit Nächstenliebe so ein Problem?

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.“ Dies ist das größte erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Matthäus 22, 36+37

[…] WIE DICH SELBST!

Ich behaupte, dass wir nicht verstanden haben, das wir nur in dem Maße andere Menschen lieben können, wie wir uns selbst lieben.

Deine Nächstenliebe ist abhängig von Deiner Selbstliebe; Selbstliebe ist die Voraussetzung für Nächstenliebe.

Wenn wir ein Problem mit der Liebe zu anderen Menschen haben und uns fragen, weshalb wir uns mit anderen so schwer tun, müssen wir uns eine Frage stellen: Lieben wir uns selbst? Und wenn wir merken, dass wir ein Problem mit der Liebe zu uns selbst haben, dann ist es selbstverständlich, dass wir ein Problem mit der Nächstenliebe haben. Es steht nämlich nicht, das wir unseren Nächsten MEHR LIEBEN sollen als uns selbst. Und die Reise zur Selbstliebe ist eine spannende und tiefe Reise in unser Herz und an das Herz des Vaters.

 

Gebet:

Vater, ich bitte dich zu verstehen was es heißt dich und mich zu lieben. Heiliger Geist hilf mir zu begreifen wie du mich siehst, damit ich verstehe wie du meine Mitmenschen siehst und hilf mir zu einem dienlichen „Brief“ Christi zu werden.

In Jesu Namen, Amen.

Euer

Blogbeitrag zu Predigt 20.08.2017